Bündnis für Menschenwürde und Arbeit

 
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Erste Bilanz der Aktion „Klagemauer“

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Auf der DGB-Kundgebung am 1. Mai wurde in Mönchengladbach die Aktion „Klagemauer“ des Bündnisses für Menschenwürde und Arbeit gestartet.

In den folgenden drei Einrichtungen in der Stadt war sie danach präsent:

Gesamtschule Espenstraße
Die Gesamtschule Espenstraße war die erste Gesamtschule in Mönchengladbach. Zurzeit besuchen 1062 Schülerinnen und Schüler diese Schule. Unter ihnen 149 Kinder mit 32 nichtdeutschen Nationalitäten. Damit leistet diese Schule einen enorm wichtigen Beitrag zur Integration und Förderung von Migrantenkindern. Gestaltet wurde die Klagemauer von den fünf Klassen des 5. Jahrgangs im Rahmen des Kunstunterrichtes unter dem Motto „Wir wollen das Leben anders….“. Die Abschlussaktion fand am 27. Mai statt Die Klagemauer mit den Kinderträumen wird als Ausstellungsobjekt in der Kirche „Sankt Johannes“, Urftstr. zu sehen sein.

Bruno Lelieveld-Haus
Die Tagesstätte wird vom Verein Wohlfahrt betrieben. Hier treffen sich Menschen, die Wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Bis zu 90 Besucher und Besucherinnen zählt die Einrichtung in den beengten Räumlichkeiten auf der Erzbergerstraße. Nicht alle sind obdachlos. Es sind Menschen aus dem Milieu, denen in den eigenen vier Wänden die Decke auf den Kopf fällt, die vereinsamt, arm sind. In der Einrichtung suchen und finden sie Kontakte. Hier bekommen sie eine preiswerte Mahlzeit. Und wichtig: Hier müssen sie sich nicht verbiegen. Sie werden so abgenommen, wie sie sind. Die Erklärung zur Aufstellung der Klagemauer gab Eddi Erlemann. Aus den Klagen dieser Menschen werden sich sicherlich Anregungen und Forderungen einer Gruppe ergeben, die keine Lobby in unserer Stadt hat.

Arbeitslosenzentrum
Das unabhängige Beratungszentrum mit Sozial- und Arbeitslosenberatung und Mittagstisch ist eine wichtige soziale Einrichtung in unserer Stadt. Die Zahl von mehr als 3000 Beratungskontakte jedes Jahr zeugt davon. Arbeitslosigkeit und soziale Probleme stehen immer im Kontext mit weiteren Problemen. Ohne Arbeit, Verlust an Selbstwert, psychische Probleme, Beziehungsprobleme, Probleme in der Familienstruktur, Probleme in der Familienstruktur, Wohnungsprobleme, Probleme im sozialen Umfeld, Verschuldung. Die Eruierung der Gesamtproblematik und die Vermittlung von Hilfen und weiterer Beratung macht die Einmaligkeit des Zentrums aus. Neben den Wünschen und Hoffnungen der Besucherinnen und Besucher wird sich sicherlich auch der größte Wunsch der Einrichtung selbst an der Klagemauer zu finden sein: Die Absicherung der Finanzierung dieser Einrichtung. Wie die ersten Einschätzungen aller Aktionen zeigen werden jedoch nicht nur Klagen geäußert, sondern auch konkrete Vorschläge für eine Änderung der Politik gemacht.


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Sonntag, den 05. September 2010 :: 12:58 Uhr

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