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Bündnis für Menschenwürde und Arbeit

Nachrichten aus Gesellschaft und Arbeitswelt

Arbeitslosenzentrum

Katholikenrat solidarisiert sich mit dem Arbeitslosenzentrum

 

Vertreter des Laien-Gremiums informieren sich im Stadtmitte-Zentrum

Besuch Katholikenrat 2023 01 12Gladbachs Katholikenrat wünscht sich eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Arbeitslosenzentrum (ALZ) in Stadtmitte. Das formulierte Ralf Zanders in einem Gespräch mit Vorstandsvertretern und Leitung des ALZ.

Zanders ist Geschäftsführer des Katholikenrates der Gladbacher Region und Referent für Kirche und Gesellschaft im Büro der Regionen an der Bettrather Straße 22. Der Katholikenrat ist ein Laiengremium mit großer Bedeutung in der katholischen Kirche.

„Rat“ und ALZ verbindet seit vielen Jahren die Arbeit in unterschiedlichen Bereichen für benachteiligte Menschen. Der Katholikenrat, dem neben den Gemeinschaften der Gemeinden die katholischen Sozial- und Wohlfahrtsverbände angehören, sieht sich als „Partner und Fürsprecher“ des Arbeitslosenzentrums. So kooperieren Katholikenrat und Zentrum seit Jahren bei der Durchführung des „Kreuzweg für Gerechtigkeit“. Er ist am 30. März und endet am ALZ mit einer „Schlussbetrachtung“.

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Volle Taschen und eine kleine Überraschung

 

Gladbachs Arbeitslosenzentrum beschenkt erneut 110 Menschen im Stadtgebiet

Weihnachtsaktion 2022 1Die weihnachtliche Aktion für bedürftige Menschen hat Tradition. Doch diesmal waren auch neue Töne dabei. Und ein Helfer war ganz baff, als er von einer älteren Dame, die weinte, als sie Geschenke bekam, mit einem süßen Dankeschön überrascht wurde.

Karl Boland, Vorstandssprecher des Arbeitslosenzentrums (ALZ), sagte nach der Spenden-Aktion: "Alles hat prima geklappt, und die schönste Freude für uns ist, dass wir so vielen armen Menschen ein wenig Licht und Zuversicht geben durften.“

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„Die haben viel Stress im Kopf"

 

Im Arbeitslosenzentrum in Stadtmitte hilft Mariya Kaplunovska nicht nur vielen Ukrainer*innen

Manchmal weiss ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll“,

Mariya Kaplunovskasagt Mariya Kaplunovska (Foto). Der Satz der 31-Jährigen sagt viel aus über ihre Arbeit im Gladbacher Arbeitslosenzentrum (ALZ). Kaplunovska, gebürtige Ukrainerin, ist seit 1. Juli 2022 in der Beratungsstelle Arbeit tätig, die vom Land NRW aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wird. Das Arbeitslosenzentrum folgt damit dem Wunsch der NRW-Landesregierung, eine Beratung anzubieten, die geflüchteten Menschen, besonders aus der Ukraine, bei der beruflichen Neuorientierung, der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt und sie vor ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen schützt. Und dabei hat Mariya Kaplunovska viel zu tun, wie sie sagt.

Das mit dem Lachen oder Weinen hängt mit ihren Ratsuchenden zusammen. Und vielleicht auch damit, dass sie für diese Personen täglich im deutschen Labyrinth der Sozial-Bürokratie Wege und Auswege finden muss. In komplex-schwierigen Fällen aber gehe sie noch zu ihren Kollegen. Die ALZ-Berater Julian Strzalla und Karl Sasserath sind erfahrene Leute -„und mir gegenüber sehr hilfsbereit“, lacht die junge Frau. Mittlerweile hat sie in Eicken eine Wohnung gefunden. „Hier komme ich zur Ruhe und kann die oft belastende Arbeit schnell ablegen“.

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Freude bringen, Lächeln ernten 

 

Das Arbeitslosenzentrum beschenkt wieder mehr als 100 arme Menschen.

Wer sich anmeldet - der wird überrascht.

 Feiern wir zusammen wieder Weihnachten?“

 Logo des ArbeitslosenzentrumDas Team in Gladbachs Arbeitslosenzentrum (ALZ) hört diese verständliche Frage seit Tagen von BesucherInnen. Ja, das ALZ-Team wird armen Menschen erneut Freude schenken - für Gaumen und Sinne.

„Leider“, schränkt Vorstandssprecher Karl Boland aber gleich ein, „ist ein gemeinsames Fest mit rund 120 anwesenden Personen nicht möglich“. Der Grund ist nachvollziehbar: Alle TeilnehmerInnen hätten sich wegen Corona vorher testen müssen, zudem hätte aus organisatorischen Gründen die große in zwei kleinere Feiern mit maximal 60 BesucherInnen samt Beiprogramm aufgeteilt werden müssen. Folge: Im dritten „Corona-Jahr“ gibt es „Weihnachten im to-go-Format“ - dank einiger Unterstützer.

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"Wir müssen die Lawine aufhalten"

 

Ein breites Gladbacher Bündnis appelliert an Politik und Verwaltung: Die Energiekrise darf keine existenzgefährdenden Folgen haben

Norbert Schoeller ist Geschäftsführer beim Sozialdienst katholischer Männer (SKM) in Rheydt. Der emanzipatorischen Ordnung halber sei gesagt: Es gibt auch einen „weiblichen Ableger“. Schoeller ist einer von zahlreichen Initiatoren, die sich mit einem dramatischen Appell an die Gladbacher Politik und an die Stadtspitze wenden.

Steigende Lebensmittelpreise, explodierende Energiekosten - da rollt eine Lawine auf uns zu, der es gegenzusteuern gilt“,

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40 Jahre und kein bisschen ratlos

 

Gladbachs Arbeitslosenzentrum feierte mit vielen Gästen - und macht sich Sorgen um die Zukunft 

1Oberbürgermeister Felix Heinrichs (SPD) machte bei der Jubiläumsfeier „40 Jahre Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach“ (ALZ) sehr deutlich, wie notwendig die Arbeit des Zentrums ist. Viele Menschen feierten den „Geburtstag“ im und am ALZ-Haus Lüpertzender Straße 69. Das Wetter gratulierte eher trocken. Was soll’s: Der Wolkenhimmel war meist grau, es regnete aber nicht. 

Heinrichs betonte, die Stadtmitte-Einrichtung müsse sich nicht verstecken. Im Gegenteil - hier nehme man hilfsbedürftige Menschen an die Hand und führe sie zurück in die Gesellschaft. Wegen zahlreicher anderer Termine schaute der SPD-Politiker nur kurz vorbei. 

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„Stromsperren gehören abgeschafft“

 

Gladbachs grüne Bundestagsabgeordnete Kathrin Henneberger kam ins Arbeitslosenzentrum und musste sich auch Unangenehmes anhören.

Stromsperre HennebergerDie grüne Bundestagsabgeordnete war überraschend offen. „Ich habe hier viel gelernt“, sagte Kathrin Henneberger (35) nach ihrem Besuch im Gladbacher Arbeitslosenzentrum (ALZ)

Sie kam mit dem Fahrrad und blieb länger als zwei Stunden. Nach einem Rundgang durch die Einrichtung mit ihren gefragten Angeboten und einem kurzen Mittagessen inmitten der essenden BesucherInnen kam der gastgebende Vorstand im Gespräch mit Henneberger schnell zur Sache. Zuvor hatten ALZ-Vorstandssprecher Karl Boland, Interims-Leiter Karl Sasserath und Berater Julian Strzalla einen Frage- und Forderungsbogen formuliert, der als Grundlage in der Runde diente. Vor allem Sasserath schilderte der jungen Abgeordneten sehr deutlich zahlreiche „Fälle“ - von betroffenen armen und ärmer werdenden Menschen, die in der aktuellen Situation sehr verzweifelt sind und nicht wissen, wo ihnen der Kopf steht. 

Konkret: Immer häufiger kommen Personen ins ALZ, die von Stromsperren betroffen sind und denen vom Jobcenter Regelleistungen gekürzt werden, weil offene Forderungen des Versorgers NEW „aufgerechnet werden". Oder - und das ist keineswegs selten - bei denen die Strompauschale so drastisch angehoben wurde, dass zum Leben ganz wenig bleibt. Die Inflation und die ständig teuer werdenden Lebensmittel tun ihr übriges. Oder von Ratsuchenden, die den gesetzlichen Mindestlohn nicht bekommen. Oder von Alleinerziehenden bzw. Familien, die ein Jahr und länger auf einen Kita-Platz (U3) warten, obwohl sie über einen Rechtsanspruch verfügen und die Kinder bei der Stadt angemeldet sind.

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Mitgliederrunde mit einer großen Überraschung

 

Gladbachs Arbeitslosenzentrum ist 40 Jahre jung und sucht zwei neue Leute

AZ MV 2022Mit mehr als 3000 Beratungen bzw. Hilfestellungen ist Gladbachs Arbeitslosenzentrum (ALZ) im vergangenen Jahr seinem Auftrag, für Menschen in Notlagen da zu sein, "mehr als gerecht geworden". Und das trotz Corona, wie ALZ-Leiterin Justine Krause (27) betonte. Doch es gab in der jüngsten Mitgliederversammlung auch eine Überraschung, die Bedauern auslöste.

Die Beratungen wie die Hilfeleistungen sind vielfältig. Da geht es nicht nur um das Job-Bewerbungstraining (706 Personen), sondern auch um Probleme mit dem Jobcenter, um Fragen der Aufstockung zur Verbesserung der Lebenssituation oder um ausbeuterische Arbeitsverhältnisse. Das ALZ arbeitet hier im Auftrag der Landesregierung mit Partnern wie dem DGB und kirchlichen Stellen zusammen, um die vielfachen Missstände z.B. bei der Saisonarbeit und in der Logistikbranche öffentlich zu machen und auf Abhilfe zu dringen. Gerade Versandriese Amazon sei „keineswegs kooperativ“, kritisierte Krause (Foto).

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Sprachrohr gegen Ausbeutung

Das Gladbacher Arbeitslosenzentrum bemühte sich erfolgreich um die Verlängerung der „Beratungsstelle gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse"

Dietmar JungDietmar Jung (Foto) ist erleichtert wie erfreut. Nach Gesprächen - telefonisch wie im persönlichen Austausch - haben SPD, CDU und Bündnis-Grüne den Fortbestand der „Beratungsstelle Arbeit“ gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse über das Jahr 2022 zugesagt. Und entsprechende „Garantien“ in ihren jeweiligen Landtagswahl-Programmen aufgenommen. Jung ist Vorstandsmitglied des Gladbacher Arbeitslosenzentrums (ALZ), das eine solche Stelle mit Infos, Beratung etc. im Haus an der Lüpertzender Straße 69 unterhält. 

Am 15. Mai wird ein neues Landes-Parlament gewählt. Deshalb hatten Jung und weitere ALZ-Vorstandsvertreter frühzeitig lokale Direktkandidaten*innen angesprochen und gefragt: Setzen sie sich bzw. ihre Partei weiter dafür ein, dass Frauen und Männer den Lohn erhalten, der ihnen zusteht und nicht länger massiv ausgebeutet werden. Josephine Gauselmann (SPD) etwa erklärte, dass in diesem „Graubereich viel mehr getan" werden müsse. Da stehe die SPD im Wort. Die zahlreichen Beratungsstellen im Land müssten weiterhin so gut und umfangreich ausgestattet werden, dass sie effizient arbeiten könnten.

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Ausbeutung vor der Haustür

SPD-Politiker wollen Programm gegen prekäre Arbeitsverhältnisse nicht beenden

Ausbeutung vor der TuerDas versicherten sie im Gespräch mit Vertretern des Arbeitslosenzentrums.

Die Ausbeutung findet vor unserer Haustür statt. Und wir sind nicht schuldlos daran. Täglich schuften tausende Menschen für einen Lohn, der eine Provokation ist.
„Ausbeuterische Arbeitsverhältnisse“ sind schon lange ein Ärgernis.
Hauptsächlich für die Betroffenen. SPD-Politker wollen daran etwas ändern. Das versprachen sie jetzt vor Vertretern des Gladbacher Arbeitslosenzentrums (ALZ).

Ob auf Feldern, in Fleischereibetrieben oder der Logistik-Branche - hier wird ganz selten der Mindestlohn gezahlt. Das stellen Teams aus Gewerkschaftern etc. bei ihren Kontrollen und Gesprächen, wie sie berichten, immer wieder fest. 

Beispiel Amazon Rheindahlen: Hunderte Lkw rollen hier Tag für Tag mit ihrer Ladung an. Am Lenkrad fast nur Männer aus Bulgarien, Litauen, Kasachstan etc. Kaum einer spricht Deutsch. Kaum einer weiß, dass der, der auf „deutschem Boden“ arbeitet, Anspruch auf den Mindestlohn hat. Derzeit 10,45 Euro. Die meisten lassen sich - wenn überhaupt - mit fünf Euro die Stunde abspeisen, Überstunden, Wartezeiten, Spesen etc. inclusive. Und dann sind da noch die schlechten Hygieneverhältnisse wie fehlende Toiletten, Duschen, der Ärger über die schleppende Bezahlung durch den Sub-Sub-Unternehmer, Parkplatzprobleme etc.

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Ein Holzherz und viel Dankeschön

Vor Weihnachten beschenkt das Arbeitslosenzentrum viele arme Menschen. Statt einer gemeinsamen Feier gingen die Helfer*innen wieder auf Tour.

Weihnachtsaktion 2021 0Für Guido Possehl war es ganz was Neues. Der Dauerradler, der ansonsten mit Interessierten (Rad-)Touren wie zu beliebten Graffiti-Standorten in Gladbach und Umgebung durchführt, beteiligte sich erstmals mit zahlreichen Helfern*innen an der großen Weihnachtsaktion des Gladbacher Arbeitslosenzentrums (ALZ) - per Lastenrad. Rund 110 bedürftige Menschen wurden beschenkt. 

Unter ihnen ist auch die Rentnerin, die in ihrer kleinen Wohnung in Stadtmitte lebt. Sie wartet bereits und nimmt das leckere Weihnachtsmenü mit freudiger Anspannung entgegen. Dazu die große, voll gefüllte Baumwolltasche. „Ich werde schon seit Jahren beschenkt“, lacht sie dankbar. Bei ihrer kleinen Rente sei das (Über-)Leben nicht leichter geworden. Im Gegenteil. Immer öfter müsse sie sich sagen: „Das kannst du dir nicht leisten.“ Da seien Tage wie diese was ganz Besonderes.

Ich nenne das, was das Arbeitslosenzentrum seit Jahren macht, gelebte Nächstenliebe“,

sagt sie. Dann ist der „Weihnachtsbote“ auch schon wieder weg. Schließlich sollen die Essen möglichst warm bei ihren Abnehmer*innen ankommen.

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Weihnachtliche Freuden mit dem Lastenrad

Das Arbeitslosenzentrum beschenkt wieder mehr als 100 arme Menschen.

Wer sich anmeldet - der wird überrascht.

Weihnachtsaktion 2021Ein warmes Festmenü mit allem Drum und Dran, dazu eine prall gefüllte Tasche mit Allerlei für das tägliche Leben - erstmals konnte Gladbachs Arbeitslosenzentrum (ALZ) den Allgemeinem Deutschen Fahrradclub (ADFC) als „Weihnachtskurier“ gewinnen. Guido Possehl bringt einen Teil der weihnachtlichen Freuden mit einem Lastenrad zu bedürftigen Menschen. Und sorgt gleich für ein bisschen besseres Klima.

Die traditionelle Weihnachtsfeier mit rund 150 Menschen in der Villa Leisse der städtischen Kliniken (Eli) in Rheydt musste angesichts alarmierender Corona-Zahlen zum zweiten Mal abgesagt werden. ALZ-Leiterin Justine Krause bedauert das ebenso sehr wie der Vorstand des Zentrums in Stadtmitte. „Doch auch 2021 wollen wir gerade Benachteiligten ein wenig Lebensfreude schenken“, betont ALZ-Vorstandssprecher Karl Boland

Konkret: Knapp 20 HelferInnen verteilen die „weihnachtlichen Grüße“ - mit dem erwähnten Rad, zu Fuß, vorwiegend aber mit dem Auto.

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Sasserath geht - und bleibt

Arbeitslosenzentrum: Mitglieder der bewährten Einrichtung wählen auch einen neuen Vorstand

Karl SasserathEr kann’s - verständlicherweise - nicht lassen: Karl Sasserath (68), jahrzehntelang Leiter des Gladbacher Arbeitslosenzentrums (ALZ), wechselt in den Vorstand der anerkannten Hilfsorganisation. Das beschlossen die Mitglieder in der jüngsten Jahreshauptversammlung. Und hier zeigte sich zudem: Der Gabenzaun vorm ALZ-Haus Lüpertzender Straße 69 erwies sich in der Corona-Pandemie sprichwörtlich als Renner. Bis Ende 2020 konnten Bedürftige hier mehr als 10 000 Lebensmittel in Tüten abnehmen. Kostenfrei.

Die Pandemie sorgte in der Einrichtung für starke Einschränkungen, legte sie aber keineswegs lahm. Nach kurzer Zeit und unter Einhaltung der Hygienevorschriften wurden wieder Mittagessen ausgegeben. Ambulant und in Warmhalte-Styropor verpackt am Hauseingang. Möglich wurde dies durch Spenden der Gladbacher Tafel, der Aktion Mensch (Gabenzaun) und durch Privatleute. Mittlerweile läuft der preiswerte wie frische Mittagstisch im kleinen Mensabereich des Hauses „fast wieder normal“. 40 bis 50 Personen essen hier - zeitversetzt - täglich gut und günstig.

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Erst strikt abgelehnt, dann doch gezahlt

Das Arbeitslosenzentrum meldet immer mehr Beratungsfälle und beklagt eine zunehmende Behörden-Bürokratie

arbeit wege arbeitslose moenchengladbach 03Der junge Somalier war verzweifelt. Das Gladbacher Jobcenter hatte ihm Leistungen gekürzt, weil seine hochschwangere Partnerin zu ihm gezogen war. Die ist Niederländerin. Der junge Mann wird vom Beratungsteam des Gladbacher Arbeitslosenzentrums (ALZ) betreut. Das stellt "eine zunehmende Bürokratie, viel zu lange Wartezeiten und immer arbeitsintensivere Fälle“ fest. 

Der Somalier, von ALZ-Berater Julian Strzalla (39, Foto) begleitet, ist kein Einzelfall. „Seit Monaten heißt es bei uns nur noch beraten, beraten, beraten“, sagt der 39-Jährige. Ob telefonisch, per Internet oder „Face zu Face“ - letzteres pandemiegerecht.

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Die Künstler*innen entwickeln ihre Werke mit den Menschen vor Ort.

facing abteiberg 1Der Lyriker Thomas Koch zum Beispiel lernte eine junge Syrerin aus dem Gladbacher Arbeitslosenzentrum (ALZ) kennen und sprach längere Zeit mit ihr. Sie habe trotz der äußerst widrigen Umstände ihren Weg gemacht in Deutschland, sei voller Tatendrang und nutze ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten. Koch machte daraus eine Geschichte - die all das widerspiegelt.

Kochs Beitrag ist Teil eines multimedialen Kunstprojekts im öffentlichen Raum und hier konkret im Quartier Abteiberg. Zwar wird „Facing Abteiberg“, so der Titel der Aktion vom 18. September bis Ende 2021, vom städtischen Kulturbüro wesentlich gefördert, doch bislang fehlt Geld für einen kleinen Prospekt. Monika Weber, die „Facing“ koordiniert: „Hier würden wir uns über eine finanzielle Unterstützung, beispielsweise von Sponsoren, sehr freuen."

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„Bündnis Fair fahren“

Pressemitteilung der "Beratungsstelle Arbeit" des Arbeitslosenzentrums MG e.V.

Gute Arbeits- und Lebensbedingungen von LKW-Fahrer*innen in Mönchengladbach schaffen - Gründung des Bündnisses „Fair Fahren“

LWW fahrenProbleme gibt es viele. Und die sind nicht erst seit gestern bekannt. An Gladbachs Logistik-Standorten - ob im riesengroßen Regio-Park oder in Rheindahlen - haben die Lkw-Fahrer*innen nicht viel zu lachen. Da fehlen Toiletten, Duschmöglichkeiten, um nur zwei „menschliche“ Beispiele zu nennen.

Auf Initiative der "Beratungsstelle Arbeit" des Arbeitslosenzentrums MG eV (ALZ) hat sich jetzt das „Bündnis Fair fahren“ gegründet. Dem stadtweiten Zusammenschluss gehören Arbeit und Leben DGB/VHS NRW e.V., die Kirche für Fernfahrer der kath. Betriebsseelsorge MG, der Deutsche Gewerkschaftsbund Stadtverband Mönchengladbach , die Faire Integration beim DGB Bildungswerk, das Beratungsnetzwerk Faire Mobilität vom DGB, der Förderverein Stiftung Volksverein Mönchengladbach e.V. , ver.di Bezirk Linker Niederrhein und die Beratungsstelle Arbeit im ALZ MG e.V. an. Die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von LKW-Fahrer*innen in Mönchengladbach ist eines der Ziele des Bündnisses Fair fahren.

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Mittagessen im ALZ wieder möglich

Arbeitslosenzentrum: Wer will, kann sein preiswertes Essen weiterhin abholen

Mittagstisch AusgabeEigentlich ging der Herd nie aus. Denn zu "Corona-Zeiten“ mit hohen Infektionszahlen konnte das bestellte Essen am Hauseingang des Arbeitslosenzentrums, ALZ, an der Lüpertzender Straße 69 abgeholt werden.

Ab Mittwoch (16. Juni) kehrt das ALZ zur  gewohnten Praxis zurück: Es darf wieder in der kleinen Mensa im Altbau gespeist werden. 

Nicht nur ALZ-Leiterin Justine Krause ist erleichtert: „Wir setzen die aktuell geltenden Bestimmungen in Mönchengladbach konsequent um.“ Das bedeutet: Essen im Haus ist möglich. Erleichtert wie erfreut sind verständlicherweise auch die vielen Menschen mit wenig Einkommen. Sie können nach so langer Zeit in fast gewohnter Atmosphäre ein preiswertes wie gutes Essen zu sich nehmen. Und die sozialen Kontakte - der Plausch mit dem Nachbarn, der mit nötigem Abstand in der Nähe sitzt - ist ebenfalls wieder möglich.

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Ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Mitmenschen,

Ausbeuterische Arbeit
 
die Bekämpfung Ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse gehört zu den Aufgaben der Beratungsstellen Arbeit in NRW. Deshalb bitten wir Euch um Eure Unterstützung:
Wer den Link https://www.boeckler.de/de/magazin-mitbestimmung-2744-hilfe-fuer-erntehelfer-31925.htm anklickt oder in seinen Browser eingibt, gelangt zu einem interessanten Artikel.
Darin  geht es um das Thema „Ausbeuterische Arbeitsverhältnisse“ speziell um die Lage der Saisonarbeiter*innen in der Landwirtschaft, die überwiegend aus Osteuropa kommen.
Zum selben Thema hat die Gewerkschaft Bau, Agrar und Umwelt, kurz IG BAU dazu eine Kampagne gestartet. Die IG BAU bittet darum, ihre Petition zu Einzelzimmern und der Sozialversicherungspflicht für Saisonarbeiter*innen mit zu unterzeichnen und die Petition in unseren Netzwerken zu verbreiten.

Hier der Link zur Petition: http://chng.it/HnhywYXf

Deshalb bitten wir um Unterstützung für diese Petition zur Abschaffung von ausbeuterischen Arbeitsstrukturen in der Landwirtschaft. Bitte unterzeichnet und verbreitet die Petition für eine gleichberechtigte Teilhabe an der Sozialversicherungspflicht und damit gleichwertigen Gesundheitsschutz für Saisonarbeiter*innen in der Landwirtschaft in Euren Netzwerken.

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Rotarier unterstützen das Arbeitslosenzentrum

Wir haben das gerne gemacht,

lacht Hans Merdausl hinter der Schutzmaske. Merdausl ist Präsident des Gladbacher Rotary-Clubs (RC). Und der macht in Verbindung mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und dem Gladbacher Arbeitslosenzentrum (ALZ) Bedürftigen den schnellen Zugang zum oft so hilfreichen Internet möglich.

Rotary unterstützt ArbeitslosenzentrumCorona, Quarantäne, Lockdown - das schnelle „Netz“ ist zu der Kommunikationsquelle ohne Kontaktverbote geworden. Ob beim Homeschooling, Homeoffice, Plaudern per Skype oder Sprachkursus. Dinge, die nicht für alle selbstverständlich sind. Justine Krause, die neue Leiterin des ALZ in Stadtmitte: „Viele Menschen können sich das nicht leisten, sie haben schlicht kein Geld dafür.“

Da kam die Aktion „Stärkung der digitalen Teilhabe Armutsbetroffener“ des Paritätischen Gesamtverbandes wie gerufen. In einem ersten Schritt, so Gladbachs Geschäftsführer Marko Jansen, will man mit 100 Laptops bundesweit ebenso vielen armen Mitmenschen die virtuelle Teilnahme am 10.-12. Juni stattfindenden digitalen Aktionskongress „Armut? Abschaffen!“ ermöglichen.  Der Gladbacher Verband erwarb daher drei der Geräte und stellte sie dem ALZ zur Verfügung. Allerdings fehlt für den freien Internetzugang ein Zusatzgerät.

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Muskelkater-Rundwege

Fit im Lockdown und darüber hinaus

Logo Muskelkater mit SchriftzugBewegung trotz oder gerade wegen der Pandemie: Möglich machen das die neuen Muskelkater-Rundwege in Rheydt und am Abteiberg in Stadtmitte. „Mach mit! und bleib fit“ geht auf die Initiative der Präventions-Projekte Besser leben in Rheydt (BeLeR) und Gesund leben im Quartier zurück. 

In Pandemiezeiten steht oft der Individualsport im Fokus, Fitness in der Gruppe/Verein findet leider nicht statt. “Gerade in Innenstadt-Bereichen fehlen Anreize für Bewegungsübungen”, sagt Katrin Stahlhofen, die mit Sinead Kleikamp das Präventionsprojekt BeLeR beim Paritätischen, einem Wohlfahrtsverband, leitet. Justine Krause vom Partnerprojekt Gesund leben im Quartier teilt die Erfahrungen. Um mehr Bewegung zu ermöglichen, entwickelten sie zusammen die Muskelkater-Rundwege. 

“Sie funktionieren ähnlich wie altbekannte Trimm-dich-Pfade, nur in einem zeitgemäßen Format”, erklärt Sinead Kleikamp. So können Übungsvideos über QR-Codes auf dem jeweiligen MACH-MIT!-Schild abgerufen werden. Für die Übungen selbst braucht es nur die eigene Körperkraft und alles, was die Umgebung sowieso bietet. “Bäume, Treppen oder Wände werden durch Liegestütze, Sprints oder Ausdauerübungen zu effektiven Sportgeräten”, unterstreicht Justine Krause vom Arbeitslosenzentrum (ALZ). Beide Projekte werden vom Verband der gesetzlichen Krankenkassen in NRW finanziert.

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Gabenzaun als Fairteiler – Kooperation ALZ und foodsharing

Gabenzaun 2021 ALZ 1Das Arbeitslosenzentrum MG (ALZ) hat im Frühjahr zu Beginn der Corona-Pandemie einen Gabenzaun vorm Haus an der Lüpertzender Straße 69 aufgestellt. Nachdem die Förderung der "Aktion Mensch" im Dezember ausgelaufen war, durch die Lebensmittel für den Zaun gekauft werden konnten, soll der Zaun weiterhin bestehen bleiben: Die Nachfrage ist weiterhin groß.

Aus einer Kooperation mit dem Ewilpa® Mönchengladbach und der foodsharing -Gruppe aus Mönchengladbach entstand die Idee, den Gabenzaun weiterhin - gemeinsam - zu befüllen. Ewilpa steht für EssbareWildpflanzenParks, steht aber für viel mehr als der Name auf den ersten Blick vermittelt.

Die foodsharing -Initiative rettet Lebensmittel aus privaten Haushalten sowie kleinen und großen Betrieben, wie beispielsweise Supermärkten. Dadurch wird versucht, der massenhaften Lebensmittelverschwendung entgegen zu wirken und einen Beitrag zu nachhaltigen Umwelt- und Konsumzielen zu leisten. Die Lebensmittel werden dann durch die Lebensmittelretter*innen (Foodsaver) selbst verwertet oder an Personen weitergeben und in sogenannten Fairteilern ausgelegt.

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Denken Sie immer: daß wir nur eigentlich für uns selbst arbeiten. Kann das jemand in der Folge gefallen oder dienen, so ist es auch gut. Der Zweck des Lebens ist das Leben selbst.

 

Johann Wolfgang von Goethe
(1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann
Quelle: Goethe, Briefe. An Johann Heinrich Meyer, am 8. Febr. 1796
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