Bündnis für Menschenwürde und Arbeit

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Das sollten sie gesehen haben

Wie die Bundesregierung die Regelsätze niedrig rechnetARD Monitor 18.05.2018 | Dauer 7.13 Min.
Jobwunder duch Harz IV & Co.
ARD Monitor 24.08.2017 | Dauer 7 Min.
#kurzerklärt: Grundeinkommen - was spricht dafür und dagegen? ARD tagesschau 01.11.2016 | Dauer 2:12 Min.

Bezahlbarer Wohnraum

Wohnungsnot auf der Couch

 

Bei einer Demo vor dem "Minto" gab es viel Kritik und zahlreiche Forderungen nach bezahlbaren Mieten

Wir wollen wohen 26.3.19 Brombeis38Emrah Bektas, junger und engagierter Chef der Gewerkschaft DGB, sagt klar, worum es geht.

"Wir und damit alle wollen wohnen zu Mietpreisen, die bezahlbar sind."

In solch großen Neubauprojekten wie beispielsweise der City-Ost/Güterbahnhof (Seestadt mg+) oder auf dem Maria-Hilf-Gelände in MG-Stadtmitte müsse ausreichend öffentlich geförderter Wohnraum angeboten werden. Bislang sieht es hier nicht danach aus. Mieten wie in den neuen Roermonder Höfen - zehn Euro und mehr je Quadratmeter - seien für die allermeisten utopisch, schlicht unbezahlbar.

Bektas ist einer der Akteure einer Protestaktion, die sich gegen den "Horror auf dem Wohnungsmarkt" wendet. Und Vorschläge zu möglichen Lösungen anbietet. Einer lautet: Die Politik soll eine Quote festlegen, die besagt: Baust du auf einer von der Kommune erworbenen Fläche neue Einheiten, muss ein bestimmter Anteil öffentlicher Wohnraum sein. Der ist dann für Leute mit weniger Geld zu stemmen.

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Krefelder*innen für soziale Gerechtigkeit

 

Veranstaltung mit Verantwortlichen und Entscheidungsträgern der Stadt Krefeld im Südbahnhof

Logo Sozialbndnis KrefeldMehr als 80 Teilnehmer*innen folgten am 12. Februar 2019 der Einladung des Krefelder Sozialbündnis und informierten sich im Südbahnhof über Aspekte sozialer Gerechtigkeit in unserer Stadt.
Michael Schäfers, Katholische Arbeitnehmerbewegung Deutschland, erläuterte in einem Grundsatzvortrag den Aspekt der Gemeinwohlgerechtigkeit aus Sicht der christlichen Soziallehre und der Vereinten Nationen.

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Wie der Staat faire Vermieter zur Kasse bittet

KOMMENTAR "Täglich hören und lesen wir die Schlagzeilen. Und das oftmals verlogene Gerede aus der Politik, jetzt müsse endlich gehandelt werden. Fakt ist: Bezahlbaren Wohnraum gibt es kaum noch, mehr und mehr Menschen sind nicht mehr in der Lage, in häuslicher Geborgenheit würdevoll zu leben. Beiträge wie der folgende zeigen deutlich, dass der Staat mit dreister Emsigkeit das Dilemma befeuert. Rendite für Investoren stehen ganz oben, soziale Verantwortung und damit auch Mieten, die bezahlbar sind und bleiben, unter ferner liefen. Zu den Preistreibern bei den Mieten zählen die Finanzbehörden. Und das mit einer selbstherrlichen Sturheit, die wütend macht. Hören und lesen Sie selbst:"

Logo der Sendung Quer vom BRSendung vom 17.01.2019 des Bayerischen Rundfunk

Wie der Staat faire Vermieter zur Kasse bittet

"Wohnen ist teuer. Vor allem in Bayern. Deshalb ist jeder Hausbesitzer, der auf sozial verträgliche Miete setzt, eigentlich ein Held. Nur nicht vor dem Finanzamt. Hausbesitzern in München, die lieber billig vermieten als teuer, wird vom Fiskus Liebhaberei vorgeworfen."

→ zum Sendebeitrag des BR > www.ardmediathek.de/br/player 

Bezahlbarer Wohnraum für jedermann

 
logo rp onlineDie Rheinische Post nahm sich eines der drückenden Probleme unserer Stadt an.

- Bezahlbarer Wohnraum für jedermann -

Auf drei Veröffentlichungen möchten wir gerne hinweisen.
 
Foto: Ausblick über Mönchengladbach-OstDenisa Richters, Leiterin der Lokalredaktion Mönchengladbach, zeigt in ihrem Bericht vom 11. Januar zur "Analyse der NRW-Bank zum Wohnungsmarkt" mit dem Titel "Immer weniger preiswerte Wohnungen" anhand von Zahlen auf, das Wohnungsnot auch im direkten Zusammenhang mit zu geringem Einkommen steht.

zum Beitrag → Immer weniger preiswerte Wohnungen | von Denisa Richters

In ihrer Kolumne Mensch Gladbach mit dem Titel "Das eine tun, das andere nicht lassen", geht Denisa Richters auf eine "schleichende" Entwicklung in unsere Stadt ein - dem unwillkürlichen Steigen der Wohnungsmieten. Sie fügt düsseldorfer und kölner Trends ihrer Betrachtung hinzu. Diese nachbarlichen Trends zeigen jedoch auch die Nachteile einer "wachsende" Stadt auf. So schreibt sie:

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Wehren gegen Wohnungsnot

 

Wohnen ist ein Menschenrecht, ein Grundrecht für alle.

Logo BMALogo Sozialbündnis Krefeld

 

Das hören wir oft, gebetsmühlenartig wie postulierend aus der Politik. Und die Wirklichkeit?

 

"Uns geht es um soziale Gerechtigkeit, und die ist nicht verhandelbar"

Immer mehr Menschen können ihre Mieten nicht mehr bezahlen - Tendenz steigend. Es fehlt zunehmend bezahlbarer Wohnraum, vom eklatanten Mangel an Sozialwohnungen ganz zu schweigen. "Die Wohnungsarmut ist Teil der Verarmung und Verelendung großer Bevölkerungsteile", meint der Gladbacher Günter Rexilius. Rexilius ist Mitglied des regionalen Bündnisses für Menschenwürde und Arbeit (BMA). Das Bündnis will nicht länger zusehen, wie immer mehr Menschen in die Wohnungsarmut getrieben werden. Die Gruppe will sich daher mit dem Krefelder Sozialbündnis und anderen Vereinigungen (Sozialverbände, Gewerkschaften usw.) zusammentun. "Unser Ziel ist es, die akuter werdende Wohnungsnot stärker in der Öffentlichkeit zu thematisieren und gemeinsam Lösungsansätze vorzustellen", sagt BMA-Geschäftsführer Wolfgang Fels. Jo Greyn vom Krefelder Sozialbündnis hat jetzt den Bündnisrat des BMA besucht und "großes Interesse" bekundet, gemeinsam gegen die Wohnungsnot vorzugehen.

Denn ob Gladbach, Krefeld oder Aachen. In all den Städten suchen junge Familien, Alleinerziehende und ältere Menschen "Wohnraum, der nicht heruntergekommen, aber bezahlbar ist".

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Dann ist die Wohnung schon weg

 

Mitgliederversammlung des Bündnisses für Menschenwürde und Arbeit/ Wohnungssuchende und der Chef des Jobcenters berichten

logoKlaus Müller sieht einen steigenden Druck im Mietwohnungsmarkt. Und hier bei preiswertem Wohnraum. Gleichzeitig bemängelte er, dass die Politik die Kinderarmut "einfach ignoriert".
Allein in Gladbach lebe jedes 3. Kind bis 14 "im Mangel", ist auf Hartz-IV-Bezug angewiesen. Kaum beachtet werde die Not vieler Alleinerziehender. Müller: "Wir brauchen mehr Betreuungsplätze für Kinder, um deren Sprache, Kreativität etc. zu fördern." Eine ungelernte Mutter, die einen Job sucht, sei damit völlig überfordert. Sein weiterer Appell: "Mehr Gesamtschulen mit ihren Ganztagsangeboten für Mädchen und Jungen."
Müller leitet seit Jahren das Gladbacher Jobcenter. Der 60-Jährige sprach in der Mitgliederversammlung des regionalen Bündnisses für Menschenwürde und Arbeit. Dieses Bündnis mit Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen befasst sich verstärkt mit der drastisch steigenden Altersarmut, mit der Ausbeutung auf dem Arbeitsmarkt und der zunehmenden Wohnungsnot. Und es versucht Abhilfen und Lösungen dagegen zu formulieren.
Stößt aber gerade in der Politik kaum auf Resonanz.

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Bezahlbarer Wohnraum

 

Gebaut wird wie wild. Und zu "wilden" Preisen verkauft bzw. vermietet.

Beispiel "Neue Stadt" mit Namen Roemonder Höfe zwischen Lüpertzender Straße und Fliethstraße in Mönchengladbach. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind einige der Großblöcke so gut wie fertiggestellt. Und können bezogen werden. Zu Preisen, die mit Normalität wenig zu tun haben. Der stadtbekannte Makler Norbert Bienen bietet die 118,7 Quadratmeter-Wohnung, vier Zimmer, zu einem Preis von 1262 Euro/Monat/kalt an. Zugegeben: In den Höfen geht es auch kleiner und preiswerter. Doch für Menschen mit wenig Einkommen bleiben solche Höfe Tabuzonen. Für sie sind sie unbezahlbar. 

Dabei trifft es längst nicht mehr nur die "Armen", die keine Wohnung finden; selbst für Normalverdiener sind die anscheinend unaufhaltsam steigenden Mieten kaum noch bezahlbar geworden.  

Gladbachs städtischer Fachbereich Wohnen hat unlängst bekannt gegeben, dass derzeit mehr als 2000 Haushalte "als dringend wohnungssuchend" gemeldet sind. Fragt man bei der Stadt nach, erhält man die Auskunft: Wir haben eine lange Warteliste mit Interessenten; an der Gerkerather Mühle, Altbauwohnungen, seien Einheiten zum Quadratmeterpreis von vier bis 4,50 Euro/kalt zu haben. Das war's dann auch schon. Im Römerbrunnen gibt wohl es auch Leerstände. Die Gründe sind bekannt und vielfältig.

Nicht nur in Gladbach ist der Anteil der Sozialwohnungen deutlich gesunken - und er ist vor allem in die Jahre gekommen. Was die Räumlichkeiten nicht wohnlicher macht. Zwar wollen die politisch gesteuerten Stadt- Wohnungsbaugesellschaften Kreisbau und GWSG gemeinsam ein Konzept erarbeiten, mit dem mehr preisgünstiger Wohnraum geschaffen werden kann, doch das dauert Jahre. Mögliche Areale wären die Neubau-Gebiete City Ost, das ehemalige Lürriper Militärgelände Reme und "Maria Hilf" an der Sandradstraße.
Geht es nach den Bündnis-Grünen, sollen in besagter City Ost gegenüber dem Vitusbad zahlreiche öffentlich geförderte und preiswerte Wohnungen entstehen. Denn alle - über 2000 Wohnungssuchende - verfügen über einen Wohnberechtigungsschein. „Dieser Schein hilft den Menschen aber immer weniger. Denn seit Jahrzehnten fallen in Gadbach jedes Jahr mehr Wohnungen aus der öffentlichen Bindung “, sagt Grünen-Fraktionssprecher Karl Sasserath.

Laut Stadtverwaltung sind von 2005 bis 2015 insgesamt 628 geförderte Sozial-Mietwohnungen neu entstanden. Im gleichen Zeitraum ist der Bestand geförderter Wohnungen aber durch Auflösung von insgesamt 15 264 auf 9 994 gesunken. 

In der City Ost sollen auf 14 Hektar bis zu 2000 Wohnungen gebaut werden. Das hat das schwedische Unternehmen Catella medienwirksam angekündigt.  „Damit hier auch Familien, die über ein geringeres Einkommen verfügen, hinziehen können, müssen wir zeitig in die Planungen mit aufnehmen, dass bei der Umsetzung des Vorhabens 30 Prozent der Wohnungen öffentlich gefördert und weitere 30 Prozent preisreduziert errichtet werden“, sagt Boris Wolkowski, stellvertretender Fraktionssprecher der Grünen. Soweit, so schlecht. Die komplette Forderung der Grünen wurde von SPD/CDU mittlerweile abgelehnt. Catella wird darüber nicht traurig sein. 

Ein Blick auf Nachbarstädte und auf das Bundesgebiet macht schon länger klar: ein wichtiger Grund für die Missstände und die Not im Wohnungsbereich ist ein Mangel, der am unteren Ende des Wohnungsmarktes beginnt. Er betrifft Sozialwohnungen, also solche Wohnungen, deren Miete unter dem Mietspiegel liegt. Gab es in den 1980er Jahren noch etwa vier Millionen Sozialwohnungen, so sind es heute gerade noch 1,3 Millionen – und das trotz steigenden Bedarfs.

Sozialberater Julian Strzalla erlebt immer häufiger neben der wirtschaftlichen Not der Menschen deren Verzweiflung, wenn es um ein "Zuhause" geht. Zwar wurden die Sätze der Kaltmiete für Hartz-IV-Bezieher erhöht. "Doch von den jetzt 440 Euro/Monat Kaltmiete-Zuschuss bei einem Drei-Personen-Haushalt findest du auch in Gladbach ganz selten eine Wohnung, in der sich leben lässt", bedauert der Mitarbeiter im Gladbacher Arbeitslosenzentrum, „ obwohl zur Kaltmiete noch Zuschüsse für Heizung und Nebenkosten kommen.“

Der eklatante Mangel an Preiswert-Wohnungen ist auch Thema in der Mitgliederversammlung des regionalen Bündnisses für Menschenwürde und Arbeit. Das ist ein Zusammenschluss von Menschen, die die Not vieler Zeitgenossen öffentlich anprangert und Lösungen wie Abhilfen formuliert. 

Mitglieder und Interessierte treffen sich am 16. Mai, 18 Uhr, neuer Pfarrsaal an der Abteistraße 34, schräg gegenüber dem Museum. 

Nachruf

Nachruf Alfons Baeumer

Gruppe Treppe

MG von Ortsschild

Trägerorganisation

aktueller Bündnisbrief

Cover BB Nov18

Zitat (6)

"Viele Menschen glauben heute nicht mehr an Gott, sondern an die Gesundheit. Was man früher für den lieben Gott tat - Wallfahrten, Fasten - das macht man heute für die Gesundheit. Es gibt Menschen, die leben überhaupt nicht mehr richtig, die leben nur noch vorbeugend - und sterben dann gesund. 

 

Manfred Lütz, Psychiater und Theologe

 

Klagemauer 2017

Dokumentenmappe

Titelseite der Dokumentenmappe
 
Dokumentenmappe (PDF) zur Klagemaueraktion 2017
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Pressesplitter

Erschreckende Studie: AfD bei Menschen in der „Unterschicht“ mit weitem Abstand stärkste Partei !

 

Logo Herner Sozialforum

 

Neuere Studien zeigen, dass Angehörige unterer Statuslagen besonders stark zur AfD neigen und dass sich diese Neigung unter anderem aus materiellen und symbolischen Abwertungserfahrungen ergibt. Kann eine progressivere und glaubhaftere Sozial- und Verteilungspolitik helfen, AfD-Wähler/innen zurückzugewinnen?

 

zum Artikel→ www.herner-sozialforum.de

09.10.2018

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Johann Wolfgang von Goethe
(1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann
Quelle: Goethe, Briefe. An Johann Heinrich Meyer, am 8. Febr. 1796

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