Bündnis für Soziale Gerechtigkeit wendet sich an den Oberbürgermeister, die Fraktionen und den NEW Vorstand
Das Kundencenter im Blauen Haus des Großversorgers NEW ist zwar nach dem öffentlichen Aufschrei wieder geöffnet, doch Besucher*innen klagen über schier unüberbrückbare Hürden, bis man zu einem der NEW-Mitarbeiter*innen vorgedrungen ist. Manch einer spricht daher von einem „Hochsicherheitstrakt“, der einen Kontakt Kunde-Berater so gut wie unmöglich mache. Möchte man ein persönliches Gespräch, ist ein vorheriger Termin unisono nötig. Doch auch die Telefonleitungen der NEW scheinen überlastet, ein Durchkommen Glückssache. Kein Termin, kein Kontakt. Darauf weisen auch die Security-Leute am Blau-Haus-Eingang eindrucksvoll hin.
Das Bündnis für soziale Gerechtigkeit Mönchengladbach ist mit dem derzeitigen Zustand gar nicht zufrieden. Es schrieb an Oberbürgermeister Felix Heinrichs (SPD), endlich für einen kundenfreundlichen Umgang im Blauen Haus zu sorgen. Heinrichs ist als städtischer Gesellschafts-Vertreter im NEW-Aufsichtsrat quasi geborenes Mitglied. Der Brief ging auch an die Fraktionen und den NEW Vorstand.
Dasselbe Bündnis hatte vor wenigen Wochen auf die Komplett-Schließung des NEW-Centers an der Richard-Wagner-Straße im März reagiert und in einem Bürger*innen-Antrag die rasche Öffnung gefordert. Heinrichs als Chef der Verwaltung empfahl daraufhin der Politik, dem Antrag des Bündnisses nicht zu folgen. Was auch passierte. Die NEW öffnete dann mit Barrikaden, so das Bündnis, dem elf Organisationen und Gruppen (DGB, Arbeitslosenzentrum etc.) angehören.